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Der gute alte Linseneintopf!

Traditionelle-Deutsche-Rezepte

Jeder kennt Ihn und fast jeder mag Ihn, den guten alten Linseneintopf. Von Oma gekocht und von Opa vergöttert. Oder gerne auch umgekehrt! Jedes Böhnchen … Nun gut, genug der Lobeshymnen und `Verdauungs-Poesie´, kommen wir zum Rezept.

Der gute alte Linseneintopf!

Wir kochen den Linseneintopf ziemlich klassisch, aber doch mit 2-3 kleinen Kniffen und dazu benötigt Ihr folgende Zutaten:

  • 500 g eingeweichte Linsen / oder eine Dose mit vorgekochten Linsen, da sind wir nicht so streng 😉
  • ein schönes Stück durchwachsener Speck, etwa 5 cm x 10 cm x 10 cm
  • 4 Würstchen, z. B. Wienerle oder Bockwürste
  • 1/8 einer Sellerie
  • 6 festkochende Kartoffeln
  • 2 Karotten
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Lauchstange
  • 1 gehäufter Esslöffel Tomatenmark
  • 1 Teelöffel Kümmel
  • 2 Lorbeerblätter
  • 3 Esslöffel Essig, Weißwein, Apfel oder gerne auch Balsamico
  • ein wenig Rosmarin
  • und ein wenig Thymian
  • Bund Petersilie
  • 1 Esslöffel Mehl
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zucker

Das Besondere oder der Kick am Linseneintopf ist ja der süß/saure Geschmack, gepaart mit dem deftigen Speck und einer leicht pfeffrigen Note. Schon fast asiatisch, aber trotzdem typisch Deutsch. Linsen sind weltweit verbreitet, in Indien gibt es unzählige Sorten. In Europa berichten schon die Griechen, über Tausend Jahre vor Christi Geburt, von der leckeren, tellerförmigen Hülsenfrucht.

In Deutschland wird die Linse heute kaum noch angebaut. Fast nur noch in Niederbayern und Schwaben gibt es Bauern, die die Linse hegen und pflegen. Linseneintopf mit Spätzle und Saibling ist nicht zuletzt ein schwäbische Institution. Nebenbei ist die Linse gesund und reich an Proteinen & Kohlenhydraten.

Linseneintopf, in verschiedensten Variationen, ist aber deutschlandweit wohl jedem bekannt. Quasi von Langeoog bis zum Watzmann, ein Evergreen der Speisepläne.

Der gute alte Linseneintopf!

Die Zubereitung:

Für einen deftigen Linseneintopf zerteilt man zuerst den Speck und brät dann die Würfel und die abgetrennte Schwarte im Suppentopf bei mittleren Temperaturen langsam in etwas Öl oder Schmalz aus. Zum goldgelben Speck wandert das Wurzelgemüse und nimmt etwas Farbe an. Zwiebeln, Lauch und Knoblauch springen nun auch in den Topf und werden mit Kümmel, Salz, Pfeffer, Essig und Zucker gewürzt. Vor dem Ablöschen wird auch noch das Tomatenmark und das Mehl eingerührt und mit dem Inhalt des Topfes verrührt. Hierbei darf sich eine schöne, bräunliche Schicht am Topfboden bilden, anbrennen soll es aber nicht.

Der gute alte Linseneintopf!

Nun wird mit Wasser oder Brühe abgelöscht und die Linsen werden dazu gegeben. Die Hälfte der Petersilie, Rosmarin und Thymian kommen auch in den Topf. Nun muss der Linseneintopf eine knappe Stunde leicht köchelnd auf dem Herd bleiben.

Der gute alte Linseneintopf!

Die Würstchen kann man in der Suppe erwärmen, im Ganzen oder in Scheiben. Abschmecken und eine Handvoll gehakte Petersilie unterrühren.

Guten Appetite!