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Mlini ist die Perle der kroatischen Adria

Mlini die Perle der kroatischen AdriaAuf unserer Reise nach Kroatien haben wir in Mlini gewohnt und gelebt. Das kleine Dorf liegt auf halber Strecke zwischen der bekannten Stadt Dubrovnik im Norden und dem Airport Dubrovnik an der Grenze zu Montenegro. Wir hatten die Ehre von Assja, der Chefin unserer privaten Unterkunft direkt vom Flughafen abgeholt zu werden. Auf dem Weg nach Mlini ging es direkt zum Bäcker und dann in den bezaubernden Garten, wo wir unter die Weinreben unser erstes Borek gegessen haben. Was will man mehr!

Mlini ist ein sehr gut erhaltenes und vom Krieg, wie durch ein Wunder, verschontes, bezauberndes Dörfchen. Es riecht dort nach Rosmarin, Lavendel und anderen mediterranen Kräutern, die in der Sonne ihre Aromen preisgeben. Der Name es Dorfes leitet sich von den vielen Wassermühlen ab, die durch die kristallklaren und sogar im Sommer eiskalten Bergbäche gespeist werden.

Mlini ist die Perle der kroatischen AdriaWenn das Wasser durch die in den Fels gefressenen Rinnen von den Bergen herunter schießt, entsteht in Assjas Garten eine Art Mikroklima, das wie eine Klimaanlage funktioniert. Die vom Wasser gekühlte, feuchte Luft ist gerade an heißen Sommertagen eine willkommene Abkühlung.

Von unserer Unterkunft aus sind wir in 5 Minuten am Strand. Das Wasser ist warm und lädt zum Baden ein. Überall schwimmen Fische und man sollte ganz bestimmt Taucherbrille und Schnorchel einpacken. Auch Schwimm-Schuhe mit einer dicken Sohle sind zu empfehlen, denn es gibt auch den ein oder anderen Seeigel. Wer die passende Ausrüstung nicht dabei hat, kann diese vor Ort an jeder Ecke zu moderaten Preisen erstehen. Es gibt in Mlini mehrer kleine und größere Buchten, die alle zum Baden geeignet sind. Selbst das Hafenwasser ist so sauber, dass dort Jung und Alt schwimmen, paddeln und tauchen. Im Anschluss an den Hafen gibt es ein Feld zum Wasserball spielen, dort trainiert natürlich die lokale Wasserballmannschaft.

Mlini ist die Perle der kroatischen AdriaIn Mlini gibt es einige gute Restaurants und Bars. Da wir bei der Unterkunft gespart haben, sind wir oft schon zum Frühstück in die die Hägar Bar direkt am Hafen gegangen. Dort treffen sich morgens die einheimischen Wikinger, trinken Cafe und besprechen wer wo Bootstouren anbietet. Außerdem wird die Bar in der Frühe vom Bäcker mit frischen Teilchen und Borek beliefert. Man trinkt Cafe, beobachtet das Treiben im Hafen. Perfekter Start in einen Urlaubstag, für uns viel besser als jedes Hotel-Frühstück. Und nebenbei, bestimmt nicht teurer.

Grundsätzlich würden wir private Unterkünfte für eine Reise nach Mlini empfehlen. Es gibt aber auch ein recht schönes, modernisiertes Hotel. Die Kroaten sind sehr freundlich, man fühlt sich willkommen und der Ort ist äußerst gut gepflegt.

Unser Restaurant-Tipp ist nicht direkt am Meer, sondern erstreckt sich über mehrere Terrassen in einem fantastischen Garten. Umgeben von einer umwerfenden Blumenpracht, kann man hier typische lokale Spezialitäten genießen. Lamm aus dem Holzofen mit Rosmarin-Kartoffeln, Chevapchichi und natürlich frischen Fisch und Meeresfrüchte. Leider ist uns der Name entfallen, aber stattdessen eine schnelle Wegbeschreibung:

Man gehe um den Hafen in Richtung Dubrovnik, folge der Straße und lasse Bistro G in der Kehre links liegen. Nun muss man nur noch 200 Meter der Straße den Hang hinauf folgen und man erblickt den Eingang zu den Garten-Terrassen des Lokals.

Mlini ist die Perle der kroatischen AdriaVom Hafen kann man mit dem Boot unterschiedliche Touren starten. Es geht zu vorgelagerten Inseln und natürlich nach Dubrovnik, einer wirklich besonderen Stadt am Meer. Von Mlini aus kann man entlang der Küste über einen Coastwalk die nächsten Buchten erkunden. Bis Dubrovnik kommt man leider nicht zu Fuß, da auf halber Strecke ein militärisches Sperrgebiet den Durchgang unmöglich macht. Zumindest haben wir es erst gar nicht versucht. Außerhalb von Mlini sind die Spuren des Krieges auch heute noch deutlich zu spüren. Man sieht die Ruinen der staatlichen Hotelbetriebe, in denen man sich erbitterte Gefechte geliefert hat. Das Mauerwerk ist durchlöchert von Projektilen jeglichen Kalibers. Bis heute ist das Verhältnis zwischen Kroatien und Montenegro etwas kompliziert. Es gibt beispielsweise nur eingeschränkte Anbindungen mit dem öffentlichen Nahverkehr in Richtung Grenze. Ein Thema, dass man in Kroatien schlecht ausblenden kann und auch nicht zum Inhalt des erst besten Smalltalks machen muss.

Mlini ist wunderschön und Kroatien freut sich über jeden Besucher und noch mehr über privat Reisende. Denn so bleibt das Geld bei den Menschen und wandert nicht direkt in die Kassen der großen Investoren.

Wir wollen auf jeden Fall wiederkommen und empfehlen jedem eine Reise nach Mlini.

Es gäbe noch so viel zu berichten, aber an dieser Stelle machen wir erstmal eine Pause, um hoffentlich bald einen neuen Beitrag über eine Reise nach Kroatien zu verfassen. Falls Ihr für uns Ergänzungen habt oder Tipps für weitere Ziele in Kroatien? Wir freuen uns darüber in den Kommentaren oder per Email zu lesen. Wenn Euch der Beitrag gefallen hat, dann freuen wir uns natürlich auch über ein Teilen, Linken und Liken in Euren sozialen Medien.

Viel Spaß in Mlini!